Neujahrsgruß des Bürgermeisters
vom 1. Januar 2026 | Gemeinde Südharz
Liebe Südharzer Bürgerinnen und Bürger!
Die Weihnachtsfeiertage sind vorüber; viele von uns sind schon wieder „mittendrin“ im Alltag des neuen Jahres 2026. Ein spannendes Jahr liegt hinter uns. Lassen Sie uns kurz zurückblicken, Danke sagen und die kommenden Herausforderungen betrachten.
Sicher geht es vielen von Ihnen auch so: Das Jahr ist wieder gefühlt wie im Flug vergangen. Das bedeutende Müntzer- und Bauernkriegsjubiläum wird noch lange nachhallen. Uns wurde als Gemeinde überregional sehr viel Beachtung geschenkt, die sich in deutlich gewachsener Wertschätzung für unsere geschichtsträchtige Region als Wiege der Reformation widerspiegelt. Zahlreiche Veranstaltungen, die neue „Alte Münze“, Lesungen, Fachtagungen, Vorträge usw.: Alles trug dazu bei, dass der Südharz zukünftig als Lebens- und Tourismusregion noch deutlicher wahrgenommen wird.
Im vergangenen Jahr konnten einige bedeutende Investitionsmaßnahmen fertig gestellt werden. Neben dem bereits erwähnten Museum in Stolberg konnte das Ensemble um die Höhle Heimkehle mit Erlebniszentrum nun der Bestimmung übergeben werden. Wir dürfen uns seitdem über viele begeisterte Besucher freuen, die Höhle, Ausstellung und Abenteuerspielplatz zunehmend für Ausflüge und naturnahe Freizeitgestaltung nutzen.
Vieles, was in unserer Gemeinde passiert, ist ohne die uneigennützige Arbeit unserer Einwohner nicht denkbar. Der Bennunger Sportverein hat zum Beispiel mit Hilfe der Gemeinde und weiterer Förderer in diesem Jahr ein neues Vereinsheim fertiggestellt; der große Saal auf dem Heerstall in Uftrungen wurde grundhaft renoviert und erstrahlt in moderner Atmosphäre. Dies sind nur zwei der zahlreichen ehrenamtlichen Aktivitäten, ohne die unsere Gesellschaft und die Gemeinde im speziellen nicht funktionieren würde.
Deshalb ist es mir wichtig, an dieser Stelle wieder ein herzliches Dankeschön all denen zu sagen, die sich ehrenamtlich für unsere Orte, in Vereinen, als Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren, als Schiedspersonen oder andere Art einsetzen und viel Zeit und eigene Mittel investieren. Dank auch allen denjenigen, die durch finanzielle Unterstützung als Gewerbe- und Industriebetrieb, als helfende Hände bei Baumaßnahmen, im Feuer- und Katastrophenschutz, in der Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit und vielem mehr das Leben bereichern. Arbeiten für Sport, Kultur, und Traditionspflege werden vorbildlich geleistet und nützen vor allem uns selbst.
In allen 17 Orten unserer Gemeinde engagieren sich Ehrenamtliche, um die unterschiedlichsten Traditionen, Vereinsfeste und das Miteinander zu organisieren und zu leben. Dabei wird am Ortsschild nicht Halt gemacht. Mit großer Freude ist es zu erkennen, dass unsere Gemeinde insgesamt stetig weiter zusammenwächst, man sich gern über die Ortsgrenzen hinaus besucht und sich dabei immer besser kennenlernt. Dazu tragen beispielgebend unsere Gemeinde-Seniorenvertreter mit der Organisation des jährlichen Gemeindeseniorenfestes sowie unsere Südharzkönigin Katrin I. als gemeinsame Repräsentantin unserer Gemeinde kräftig bei.
Für das neue Jahr 2026 haben wir uns wieder einiges vorgenommen. Vielerorts soll in der Gemeinde investiert, renoviert und saniert werden. So soll die Thyragrotte als Erlebnisbad für unsere großen und kleinen Bürgerinnen und Bürger sowie für unsere Gäste in 2026 wieder eröffnet werden. War es an selber Stelle im vorigen Jahr bereits versprochen, soll es nun endlich gelingen und nach Überwindung aller baulichen und bürokratischen Hindernisse vielfältig genutzt werden können.
Momentan ist vom angestrebten Bürokratieabbau noch nicht viel in den Amtsstuben angekommen. Die Beschäftigten werden selten weniger statt mehr mit komplizierten Strukturen, neuen Aufgaben und Vorgängen konfrontiert. Trotzdem gelingt es, auch in einer eher kleinen Gemeinde entsprechend flexibel und leistungsfähig zu sein. Ich darf mich auf diesem Weg bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung herzlich für Ihre gute Arbeit bedanken.
Wir sind bekanntlich eine große Flächengemeinde. Über 23.000 Hektar mit 17 Orten müssen erst einmal bewirtschaftet werden. Unseren 20 Beschäftigten und den Maßnahmeteilnehmern des Bauhofes obliegen Grün- und Straßenpflege, die Instandhaltung unserer Gemeindeimmobilien, Reparaturen und das Helfen in den Orten bei unterschiedlichsten Aufgaben. Vielen Dank dafür!
Leider mussten wir im vergangenen Jahr aufgrund des demographischen Wandels die Kita in Breitenstein schließen. Gemeinderat und Verwaltung haben sich mit diesem unumgänglichen Schritt sehr schwer getan. In nunmehr noch 7 Kindertagesstätten und 3 Grundschulen ist die Gemeinde Träger und leistet täglich durch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen unverzichtbar wichtigen Beitrag, damit sich die Eltern auf uns verlassen können. Die Herausforderungen werden in den nächsten Jahren bekanntermaßen nicht weniger. Aber ich bin mir sicher, dass wir es gemeinsam mit den Elternkuratorien und Fördervereinen schaffen werden, die dezentrale Struktur in unserer Gemeinde kinderfreundlich und alltagstauglich für unsere Elternschaft zu erhalten.
Die neue Touristinformation in der Niedergasse 1 in Stolberg steht kurz vor der Fertigstellung. Damit verbessert sich das Angebot an unsere Gäste wesentlich. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gilt für das vergangene Jahr besonderer Dank und Anerkennung für die Umsetzung der Fertigstellung der Alten Münze parallel zu den organisatorischen Herausforderungen des Gedenkjahres. Nur durch überragendes Engagement, bester Flexibilität und hohem persönlichem Einsatz ist es ihnen gelungen, diese Aufgaben so gut zu bewältigen.
Nicht zuletzt möchte ich mich bei unseren Damen und Herren Gemeinderäten, den Ortschaftsräten sowie bei den berufenen Bürgerinnen für die konstruktive Zusammenarbeit in den Gremien bedanken. Eines darf ich Ihnen versprechen: Der Sitzungskalender wird 2026 genauso gefüllt sein wie in den vergangenen Jahren. Vielen Dank für Ihr Engagement!
Liebe Bürgerinnen und Bürger!
Wir dürfen wieder ein spannendes Jahr mit großen Herausforderungen erwarten. Ich wünsche Ihnen für das neue Jahr alles Gute, persönliches Glück und Gottes Segen!
Ihr Peter Kohl
Bürgermeister