Gedenkstätte und Karstschauhöhle Heimkehle

Liebe Besucher:innen,
aufgrund der Ferienzeit sind zu folgenden Terminen wegen Gruppenanmeldungen kleinere Änderungen im Führungsbetrieb zu erwarten:
3.8.2021: Führungen um 14:00 und 16:00 Uhr
10.8.2021: Führungen um 14:00 und 16:00 Uhr
11.8.2021: Führung um 10:00 Uhr
17.8.2021: Führungen um 14:00 und 16:00 Uhr
24.8.2021: Führungen um 14:00 und 16:00 Uhr
Selbstverständlich sind wir auch an diesen Tagen bemüht, unsere Tagesgäste optimal zu betreuen, und bitten Sie um Verständnis und Geduld bei organisatorischen Ablaufänderungen.
An den übrigen Öffnungstagen begrüßen wir Sie regulär.

Ein geologisches Phänomen

Glasklare unterirdische Seen und eine über 22 Meter hohe Halle – der Große Dom – erwarten die Besucher der Höhle Heimkehle.
Dieses beeindruckende Naturphänomen der sogenannten Laughöhle wurde über Jahrtausende von den Flüssen Thyra, Krebsbach und Krummschlacht aus dem weichen Untergrund des Sulfatkarstes gewaschen. Dabei haben sich ganz besondere Hohlräume herausgeformt: Eine breite horizontale Fläche bildet die sogenannte Laugendecke. Die Sohle – der begehbare Boden der Höhle – ist dagegen schmaler, die Wände öffnen sich naturgemäß um 45 Grad nach oben. So entsteht eine trapezförmige Rinne.
Nur ganz wenige Höhlen dieser Art können besichtigt werden – die Heimkehle gehört dazu. Mit insgesamt zwei Kilometern Länge ist sie eine der größten Höhlen im Südharzer Karstgebiet. 600 Meter sind touristisch erschlossen. Seit 2019 trägt die Karstschauhöhle Heimkehle das Prädikat »Nationaler Geotop«.

Touristisches Highlight im Südharz – seit 100 Jahren

Erstmals urkundlich erwähnt im Jahr 1357, wurde die Höhle Heimkehle 1920 unter Theodor Wienrich touristisch erschlossen. Am 12. September desselben Jahres wurde sie für den Besucherverkehr geöffnet. In den Folgejahren etablierte sich die Schauhöhle zu einem Ausflugsziel überregionaler Ausstrahlung und erzielte Besucherrekorde.

Gedenkstätte

Der Zweite Weltkrieg beendete den Schauhöhlenbetrieb. Ab dem 12. März 1944 wurde in den Hohlräumen ein vor Luftangriffen geschütztes Produktionswerk aufgebaut. Bis zum 4. April 1945 mussten dort unter menschenunwürdigen Bedingungen KZ-Häftlinge Fahrgestellteile für das Flugzeug JU88 der Junkerswerke Dessau herstellen. In dieser Zeit entstand in Rottleberode ein Außenlager des KZ Mittelbau-Dora.
Nach Kriegsende wurden aufgrund der Direktive des Alliierten Kontrollrats die Rüstungsbauten und Höhleneingänge gesprengt.
Eine Mahn- und Gedenkstätte im Kleinen Dom erinnert an dieses dunkle Kapitel in der Geschichte der Höhle Heimkehle.
Erst am 25. April 1954 konnte die Heimkehle als Schauhöhle wiedereröffnet werden.

Spannende Höhlenführungen für viele Interessen

Eine Erkundung der Höhle ist ausschließlich im Rahmen einer Führung möglich. Start ist der Stollen unweit des Besucherzentrums. Jacke nicht vergessen, denn in der Höhle ist es sommers wie winters um die 8 °C kühl.
Der 600 Meter lange Besichtigungsweg führt vom Kleinen Dom über den Riegelgang zum Großen Dom. Von dort durch den Riesentunnel in die Thyrahalle mit dem Thyrasee und wieder zurück. Dabei wird die Landesgrenze zwischen Sachsen-Anhalt und Thüringen überquert. Diese verläuft nämlich mitten durch die Schauhöhle. Als Highlight erwartet die Besucher im Großen Dom eine Lichtshow mit musikalischer Untermalung. Im Kleinen Dom gegenüber der Mahn- und Gedenkstätte endet die Führung. Im Ausgangsstollen werden die Besucher entlassen.
Ob Gesteinsfan, Geschichtsinteressierter oder Fledermausfreund – in der Karstschauhöhle Heimkehle erfährt jeder Besucher Spannendes und Wissenswertes. Vielleicht lässt sich sogar einer der sagenhaften Zwerge blicken …

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Der Magen knurrt?

Das Höhlenerlebnis oder die Wanderung auf dem Karstwanderweg hat hungrig gemacht? Auf dem Außengelände vor der Höhle Heimkehle befindet sich eine Gastronomie, die Einzelbesucher ebenso wie große Gruppen mit regionalen, saisonalen und internationalen Gerichten verköstigt. Zahlreiche Sitzplätze befinden sich im Innen- wie im Außenbereich der Gaststätte. Das Restaurant Zur Höhle Heimkehle hat mittwochs bis freitags von 11:00 bis 16:00 Uhr und am Wochenende von 11:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Gut zu wissen

Die Feinsilber-Jahresmedaille 2020, die anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der touristischen Ersterschließung der Karstschauhöhle Heimkehle im Museum Alte Münze in Stolberg (Harz) geprägt wurde, kann im Online-Shop bestellt werden. Nur solange der Vorrat reicht.

Der Führungsweg ist barrierefrei. Bitte denken Sie auch in wärmeren Monaten an Jacke, lange Hose und geeignetes Schuhwerk: In der Höhle herrscht ganzjährig eine Durchschnittstemperatur von ca. 8 °C.
Aus Sicherheitsgründen dürfen Kinder unter drei Jahren die Schauhöhle nicht betreten.
Die Mitnahme von Hunden ist nicht gestattet.

Wandertipp: Die Karstschauhöhle Heimkehle liegt am Karstwanderweg. Im Waldgebiet unweit der Höhle finden Stempelwanderer der Harzer Wandernadel die Stempelstelle Nr. 215: Reesbergdoline.

Schauhöhle Heimkehle

Schauhöhle Heimkehle
An der Heimkehle 1
06536 Südharz | OT Uftrungen

(034653) 305

Öffnungszeiten

Di.-So. und Feiertage: 10:00-17:00 Uhr

Höhlenbesichtigungen beginnen um: 10:00, 12:00, 14:00 und 16:00 Uhr

Montags geschlossen

Eintritt

Erwachsener
5,50 €
Student
4,00 €
Kind (3-16 Jahre)
3,10 €
Erwachsener Gruppe (ab 20 Pers.) p. P.
5,00 €
Kind Gruppe (ab 10 Pers.) p. P.
2,80 €
Familie (2 Erw.+max. 4 Kinder)
17,00 €
Fotoerlaubnis
5,00 €

Corona-Info

Höhlenbesichtigungen werden wieder für bis zu 50 Personen durchgeführt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Kontaktdaten werden in einem Anwesenheitsnachweis erfasst. An der Kasse und in der Höhle ist ein medizinischer Mund-Nase-Schutz (OP-Maske) zu tragen.
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